Was bringt die Zukunft?
Nabend! Da in der letzten Zeit einfach nichts spannendes passiert ist, gibt es im Moment auch nicht viel zu erzählen. Daher werd ich mich diesmal auch ein wenig auf unsere zukünftigen Pläne eingehen.
Unsere Arbeit macht immernoch Spaß. Im nachhinein ist sie nicht so, wie man sie sich wahrscheinlich vorstellen würde, aber trotzdem viel spannender als die meisten meiner vorigen Jobs.
Zum Spielen komme ich tatsächlich gar nicht so viel - selten mehr als 30 Minuten am Tag.
Bei den Funktionalitätstestern sieht es dagegen komplett anders aus. Wenn ich denen allerdings mal bei der Arbeit über die Schulter schaue und sehe, was sie (und wie sie es) machen, bin ich doch sehr zufrieden mit meiner deutlich anspruchsvolleren Stelle.
Mein Team besteht momentan aus 16 Leuten und spricht 8 verschiedene Sprachen - Deutsch, Französisch, Spanisch, Latein-Spanisch, Polnisch, Russisch und Brasilianisch-Portugiesisch. Alles Muttersprachler. Trotzdem können wir uns alle sehr gut verständigen und kommen gut miteinander aus. Besonders witzig finde ich es, wenn andere in meinem versuchen, Deutsch zu sprechen und dann "Dankeschön" sagen, wenn ich jemandem irgendwie helfen konnte.
Außerdem wurde mir angeboten, jederzeit wieder für Babel zu arbeiten - in Montréal oder Dublin.
Anscheinend haben die nicht viele permanente Deutsche Mitarbeiter. Die meisten sind wohl nur Backpacker, genau wie wir.
Am Wochenende machen wir in der Regel auch nicht viel. Im Vergleich zu anderen Städten ist es hier einfach extrem schwer, Kontakte zu schließen, wenn man die Hauptsprache nur in Maßen versteht, und obwohl fast jeder sowohl Englisch, als auch Französisch spricht, weigern sich trotzdem viele, Englisch zu sprechen.
Meistens besuchen wir einen Irish Pub namens "McKibbins", wo es reichlich verschiedene Biersorten, gute Live-Musik und Snacks wie Nachos oder Pommes gibt. Nebenbei spielen wir oft Karten. Letzten Montag haben wir uns noch mal mit Devon, einem Freund aus Ottawa, getroffen und sind essen gegangen. Er hatte für ein paar Tage ein ziemlich schickes Hotel mit seiner Freundin gebucht. Auch dort haben wir wieder einige Deutsche bemerkt (bzw. Gespräche auf Deutsch). Auf der Dach-Ebene des Hotels gab es übrigens einen Outdoor-Pool, der selbst bei -20°C noch beheizt wurde und nutzbar war.
Was unsere nächsten Pläne angeht, wird es schwierig. Wir planen, etwa Mitte Februar hier zu verschwinden. Dann werden wir uns ein wenig im Osten Kanadas umsehen. Dann die Ostküste in den USA hinunter, einmal quer rüber bis an die Ostküste und dort dann wieder in den Norden. Idealerweise in irgendein Skigebiet, weil wir ziemlich Bock aufs Skifahren haben und man dort gut verdienen kann, wenn man beispielsweise als Putzkraft in Hotels arbeitet. Unsere Route steht aber nur grob fest. Kleine oder größere Umwege werden dann spontan gemacht.
Die große Frage ist nun, mit was für einem Auto wir das machen wollen. Neulich haben wir uns einen GMC Safari 1995 angeschaut, der von einem Deutschen sehr billig verkauft wird. Der Minivan ist extrem günstig, bietet genug Platz und ist schon komplett fürs Camping eingerichtet. Allerdings ist der auch schon alt und müsste noch in der Werkstatt bearbeitet werden, wobei wir von den genauen Kosten keine Ahnung haben. In Aussicht war auch ein Dodge Grand Caravan 2003 für 1500$ vom Gebrauchtwarenhändler, allerdings ist der auf den ersten Blick viel teurer und müsste dazu auch noch komplett mit Campingzeug eingerichtet werden, was auch extra kostet. So oder so wird der Autokauf "one hell of a gamble".
Das geringere Problem dürfte der Sprit werden. Wir planen zwar natürlich, mehrere Tausend Kilometer zu fahren, aber die Spritpreise in den Staaten sind ja ein Witz. Auch die Versicherung ist kein großes Hindernis, da wir den Wagen für nicht mal 4 Monate brauchen werden und die Versicherung in Quebec relativ günstig ist.
Wir dürfen auf jeden Fall gespannt bleiben und hoffen, dass uns nicht zu viele Steine in den Weg gelegt werden.
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