Warme Weihnachten
Nicht nur draußen, sondern auch warm ums Gemüt.
Der Weihnachtsmorgen hatte schon mit 5°C und tierischem Regen begonnen. Klatschnass im Babel-Büro angekommen durfte ich es mir erst mal gemütlich machen. Wir wurden auch sehr bald vor die Wahl gestellt, entweder bis um 1 (nach der Mittagspause) zu arbeiten, oder bis 17:30 Uhr. Mein Team war sich schnell einig: "Nee, keinen Bock heute". Von 9 bis 13 Uhr haben wir im Prinzip auch nicht viel gemacht. Zwei Stunden mussten wir auf unsere Aufgaben warten. Neu war diesmal Audio-Testing, wobei wir uns nur Gesprochenen Text angehört und mit dem Geschriebenen in einer Liste (im Spiel dann die Untertitel) verglichen und nacheinander abgehakt haben, was nach zweifachem Prüfen nur eine Stunde gedauert hat. Die nächste Stunde haben wir dann im Prinzip auch nur rumgesessen. Zum Abschied gab es noch "Kurze" und für mein Team wurde sogar Pizza bestellt. Nice.
Bei selbem Wetter ging es dann wieder nach Hause. Tommy, Gothi und Philipp hatten schon ein paar Einkäufe erledigt und kurz nach meiner Ankunft zu Hause schon alles besorgt, bis auf ein paar Kleinigkeiten.
Von unserem Vermieter Francis haben wir noch eine Kiste Schmuck für den Baum bekommen, der nicht der schönste war, aber immerhin etwas. Lara und Anna sind dann zwischen 20 und 20:30 Uhr eingetrudelt. Bis dahin hatten wir noch reichlich sauberzumachen und gegen 19 mussten wir natürlich auch das Essen vorbereiten. Womit wir leider bis nach 22 Uhr beschäftigt waren. Gothi hatte mit der Nachspeise, einem Schokokuchen mit Zartbitterschokolade angefangen. Zur Hauptspeise haben wir dann Lachs mariniert. Dazu gab es eine Sahnesoße mit Zitrone und Reis. Außerdem gab es für die Vegetarier Bohnen, wobei wir die restlichen Bohnen in Bacon-Streifen eingewickelt haben (was übersetzt Speck heißt, aber eigentlich nicht so wie typischer Speck schmeckt). Nur Bohnen hätten auch gereicht, aber wie oft gönnt man sich schon mal Fleisch hier in Kanada? Als Vorspeise diente etwas Bruschetta.
Insgesamt war das Essen so umfangreich, dass für die Nachspeise erstmal keinen Platz mehr war - sondern erst am nächsten Nachmittag.
Ansonsten war das Fest nicht wirklich weihnachtlich. Statt Weihnachtsliedern lief dann Rock, Pop, Techno und Elektro und statt einer ruhigen Gesprächsrunde ging die Post ab, sozusagen.
Am 25. Dezember haben wir nur eine leichte Mahlzeit gegessen. Zur Sicherheit. Reste waren sowieso nicht mehr wirklich übrig. In der Eile haben wir nämlich über Nacht die Fischreste offen stehen lassen, also haben sie am nächsten Tag nicht mehr so gut gerochen. Sonst haben wir nicht viel gemacht. Gegen Mittag hatte Francis vorbeigeschaut und wir haben außgemacht, dass wir die Wohnung außerhalb von Airbnb buchen, weil sie anscheinend ziemlich zufrieden mit uns waren. Das hat zur Folge, dass wir statt 1850$/Monat nur noch rund 1600$/Monat bezahlen müssen. Im Laufe des Tages haben wir uns alle irgendwann im Wohnzimmer eingefunden und 'Kevin allein zu Haus' und irgendwelche Youtube-Videos angeschaut.
Am 26. ging es allen wieder besser, sodass wir noch mal die Chance ergriffen und angestoßen haben.
Auch hier ist sonst wieder nicht viel passiert. Lara ist am 26. und Anna heute gegangen. Philipp ist also noch hier, aber im Prinzip ist unser üblicher Tagesrhythmus eingetreten.
Insgesamt also waren unsere Festtage nachvollziehbar... anders. Immerhin konnten wir noch ein Fünkchen Kultur in die Party einbauen und so das Heimweh halbwegs vermeiden. Nichtsdestotrotz freu ich mich schon auf Weihnachten nächstes Jahr daheim.
Fürs Erste soll das auch reichen. Das nächste Mal werde ich wahrscheinlich wieder im neuen Jahr berichten.
Bis dahin wünsch ich euch noch angenehme Festtage!




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