Dienstag, 4. November 2014

Hardcore application test

Heute kam auch schon der Test für die zweite Bewerbungsrunde bei Babel.
Falls ich es noch nicht erwähnt habe: Bei dem Job geht es darum, Videospiele zu testen. Das beinhaltet natürlich nicht nur stumpfes Zocken, sondern dabei müssen bis ins kleinste Detail Spielfehler rausgesucht und ordentlich dokumentiert werden. Dabei muss man auch (deswegen werden da unter Anderem Deutsche gesucht) auf Übersetzungsfehler achten. Man bekommt dazu Vorgaben für den genauen Wortlaut bestimmter Meldungen, beispielsweise wenn das Spiel gespeichert wird, usw.
Anyway, um 11 hab ich damit angefangen und bis 2 Uhr daran gesessen. Dann waren wir bis kurz nach 17 Uhr in der Stadt (essen, einkaufen und ein paar Leute treffen). Danach gings dann auch gleich weiter und jetzt, 22:30 Uhr, brauch ich erst mal eine Pause.

Der Test ist ziemlich heftig. Die Fragen sind alle auf Englisch, ein paar kann/muss man allerdings auch auf Deutsch beantworten. Es gibt ein paar persönliche Fragen, beispielsweise was für Videospiele wir spielen und welche Elemente darin wir besonders mögen oder welche Plattformen wir bevorzugen. Dann kommt noch ein großer Sprach- und Logikteil dazu. Man muss viel übersetzen, also vom Deutschen ins Englische und zurück (der Englischunterricht lässt grüßen), die Sätze sind allerdings deutlich komplizierter.
Hier mal ein paar Beispiele: "Complementary to this, different elements of the construction must satisfy the following comfort-related requirements." Noch gefährlicher war dagegen das: "I thought a thought, but the thought I thought wasn't the thought I thought I had thought. If I hadn't thought the thought I thought I had thought, I wouldn't have thought so much." Wenn man sowas mehrere Stunden lang macht, stolpert man einfach nur noch über die eigenen Gedanken (bzw. über die "thoughts"). Dann wurde einem ein längerer Text vorgesetzt (auf Deutsch), in dem man alle Fehler berichtigen und rot markieren sollte. Es ging um das Spiel "Counterstrike", was eigentlich sogar ganz witzig war. Danach noch ein paar logische Fragen zum Sprachverständnis und man sollte selbst einschätzen, wie gut man sich mit bestimmten Programmen, Betriebssystemen oder Konsolen auskennt.

Der letzte Teil - der ersten Hälfte des Tests - war aber am nervigsten. Ein reiner Logik- und Research-Teil. Man konnte im Prinzip fast alles im Internet raussuchen, allerdings ging es um relativ unübliche Themen, die sich schwer suchen lassen. Die Fragen waren auch in keinster Weise miteinander verknüpft und teilweise ziemlich verwirrend. Zu manchen Themen gab es nur ellenlange Texte im Internet, die man komplett lesen musste, um den Zusammenhang zu verstehen, obwohl für die Antwort nur ein Satz nötig ist. Die restlichen Aufgaben haben nur versucht, den Bewerber irgendwie reinzulegen, allerdings mit Humor. Die Frage "Do you think you are the right person to join our Babel team?" konnte man nur mit "No", "Definitely not", "I don't think so", "I'm not so sure" und "Agh! Why can't I say YES!!!" beantworten.

Zu Viel will ich natürlich auch nicht verraten ;) Jedenfalls ist der Test deutlich anstrengender als erwartet. Vier bis fünf Stunden sollte man dafür einplanen (48h haben wir Zeit), aber bis jetzt hab ich schon mehr als sieben daran gesessen und fertig bin ich trotzdem nicht. Morgen gibts noch ein paar mehr Sprachaufgaben und ich muss einen Essay mit 200-250 Wörtern über ein Thema meiner Wahl schreiben - noch mehr Englischunterricht geht nun wirklich nicht. Zum Glück ist das Gröbste geschafft, so dass ich morgen ein bisschen mehr Ruhe hab, sonst werd ich noch 'fox devils wild'.
Gute Nacht!


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