Montag, 22. September 2014

Unsere "kleine" Farm

Sorry, gestern hatte ich keine Lust mehr, zu schreiben, dafür gibt es heute um so mehr ;)

Also. Gestern sind wir zwischen 10 und 11 Uhr aufgestanden und wollten den 13:04 Uhr Bus Richtung Georgetown nehmen. Natürlich waren wir erst 13:05 Uhr an der Union Station (Torontos Hauptbahnhof, Mittelpunkt der U-Bahn-Strecke und Haupt-Bushaltestelle zugleich). In der Union Station angekommen, wollten wir dann den 13:20 Uhr Bus nehmen. Leider ist der Bahnhof ein riesiger Irrgarten aus Pfeilen, in dem alle 5 Meter ein Schild hängt, das in in jede Himmelsrichtung weist und oft nur die Straßennamen anzeigt. Dass die Bus-Terminals gegenüber der Union Station an der Bay Street sind, hätten wir also vorher wissen sollen. Noch dazu ist die nähere Umgebung der Station eine einzige Baustelle, und die Wegweiser zu unserer Bushaltestelle haben irgendwann einfach aufgehört, so dass wir uns verlaufen und auch den 13:20 Uhr Bus mit nur ein oder zwei Minuten Verspätung verpasst haben. Zum Glück haben wir 13:50 Uhr noch einen erwischt. Nach einer Stunde Laufen bei Sonnenschein mit über 25kg Gepäck und angezogener Winterjacke (weil ich keine Hand mehr dafür frei hatte) waren wir dann klatschnass.

In Georgetown hat uns dann eine Frau abgeholt und endlich zur Farm gebracht. Das Grundstück ist absolut gigantisch (80 Hektar oder 0,8km²) und hat sowohl was von einem typischen Bauernhof, als auch von einem Luxus-Anwesen. Es gibt riesige Pferdereitplätze, eine Große Scheune, die gerade renoviert wird (dort sind wir untergebracht), natürlich das Haus der Leute, denen alles gehört; einen Pool mit Liegestühlen und Strandkörben und einen großen Saal mit Sitzecken, Fernsehern, Spielkonsolen, einem Tischtennis-Tisch, Billard, Air Hockey, zwei Klavieren, einem Schlagzeug und lauter Fahrzeugen (unter anderem zwei alte Rolls Royce!). Um mal das wichtigste zu nennen. Neben den Pferden gibt es hier auch noch viele Hunde und man hat eine Menge Platz und Möglichkeiten hier rumzuwandern, zu joggen, und so weiter.



Die Straße ist gute 200 Meter weit weg, und man hat hier einen herrlichen Ausblick auf die Landschaft. Leider ist die Stadt etwa 10km entfernt, so dass wir dort zum Einkaufen ohne weiteres nicht hinkommen. Dafür gibt es hier für die nächsten 30 Tage noch genug zu entdecken. Außerdem kriegen wir jeden Tag Frühstück, Mittag- und Abendessen und dazu ein wenig Geld. Im Gegenzug erledigen wir dann Arbeiten, die eben so auf einem Bauernhof und vor allem auf einem so großen Grundstück anfallen: Rasen mähen, Zäune reparieren, in der Scheune/Baustelle aufräumen oder mit anpacken, den Boden der Pferderturnierplätze mit einem Traktor bearbeiten und vielleicht noch viel mehr. Das wird sich dann in den nächsten Tagen herrausstellen.

Hier gibt es auch noch zwei andere Deutsche Backpacker, Max und Lara, die uns schon mal rumgeführt und mit den Arbeiten hier vertraut gemacht haben. Lara hat Ahnung von Pferden und kümmert sich deshalb um sie. Tommy, Max und ich dagegen haben heute lediglich im Untergeschoss der Scheune aufgeräumt und sauber gemacht (ist zur Zeit die Hauptbaustelle), weil es draußen geregnet hat. Ergibt zwar keinen Sinn, weil es eben eine Baustelle ist, aber da wir sonst nichts Anderes zu tun hatten/tun sollten, haben wirs natürlich trotzdem fix erledigt. Morgen werden wir von den Leuten hier aber noch mal rumgeführt und dann haben wir bestimmt auch noch mehr zu tun.
Nachmittags war ich eine Runde auf dem Grundstück joggen, um mir alles noch mal richtig anzusehen. Vielleicht liegt es an der Jahreszeit, aber die Landschaft ist einfach viel schöner und hat viel mehr zu bieten, als alles, was ich bis jetzt in Deutschland gesehen habe. Wer glaubt, dass es in Kanada außer Schnee nicht viel zu sehen gibt, dem empfehle ich definitiv eine Reise hier her. Da freu ich mich schon richtig auf die Rockies!
Weitere Bilder zur Landschaft folgen, da ich dafür dann doch noch mal eine halbe Stunde unterwegs wäre und es bald essen gibt ;)

Das wäre es dann wieder soweit von mir. Ciao!


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