Montag, 15. September 2014

McDonald's for the win

Gestern bin ich leider nicht mehr zum Posten gekommen, da wir extrem schlechten Internetzugang hatten, und dann auch nur im Starbucks. Im Prinzip gibt es aber auch nicht viel zu erzählen.
Am morgen haben wir aus unserem Hostel ausgecheckt. Endlich. Zwar kam man dort gut an Infos und man konnte andere Backpacker kennenlernen, aber dafür war unser 6-Mann-Zimmer viel zu klein (ca. 1.5m Platz zwischen Betten und der gegenüberliegenden Wand),
die Abflüsse der Duschen waren manchmal verstopft und wenn man im Bett gelegen und nur die Hand bewegt hat (kein Witz), hat das Bett so laut geknarrt, dass alle im Zimmer wach wurden und die sich dann automatisch auch bewegt haben. Das ging dann immer so lange, bis keiner mehr schlafen konnte.

Jedenfalls haben wir gestern fürs Erste eine Unterkunft über www.airbnb.de gefunden, eine Website, wo Leute privat ihre Wohnungen bzw. Zimmer für einen bis mehrere Tage untervermieten können. Ist bei den Wohnungspreisen hier wahrscheinlich auch zwingend notwendig. Für heute haben schon wieder eine andere Wohnung, allerdings bei einem anderen Anbieter und dann gleich bis zum 20. September.

Apropos hohe Preise, gestern waren wir in einem richtigen, großen Supermarkt (ansonsten gibts hier nämlich fast nur kleine Drug Stores, wo es lediglich Getränke, Snacks und Ähnliches gibt). Die Preise sind echt abartig. Tierische Produkte und sonst eigentlich alles, was frisch ist, können wir uns einfach nicht leisten (oder nur selten). Gehacktes hat dort einen Kilogrammpreis von rund 15 CAN$ und mehr. Ein Kilo no-name Käse ist dort im Angebot (!) für 15 CAN$. Eine normale Packung Eier oder Milch fängt bei 4 CAN$ an. Ähnlich ist es bei Obst oder Gemüse. Überraschend wenig dagegen bezahlt man für Fertigessen, also Tütensuppen, Tiefkühlpizza, Konservendosen usw. Auch Getränke wie Pepsi sind relativ günstig. Es ist zwar ungesund, aber mit einem Essen bei McDonald's kommt man stellenweise echt günstiger weg. Immerhin konnte ich mir gestern Abend für 7 CAN$ eine Tiefkühlpizza, 2 Liter Apfelsaft und eine kleine Packung Makkaroni mit Käse leisten.
Dafür ist tanken verdammt billig. Ein Liter Diesel kostet umgerechnet nicht mal einen Euro. Dummerweise kann man sich davon nicht ernähren.

Sprachtechnisch machen wir, denke ich, ganz gute Fortschritte. Das Problem ist eigentlich nicht das schriftliche Englisch, sondern das Gesprochene. Kassierer oder Verkäufer z.B. rattern ihre üblichen Sätze so schnell und leise runter, dass wir oft noch 2 oder 3 mal nachhaken müssen, bis wir alles verstanden haben. Von den Gesprächen irgendwelcher Leute auf der Straße dagegen bekommt man im Vorbeigehen oft mehr mit, als man will.

Da wir an einem Sonntag hier sowieso nicht viel machen können, haben wir gestern fast nur ferngesehen, meistens The Big Bang Theory oder die Nachrichten. Eigentlich ist ersteres für uns Bildungsfernsehen, weil man sich so ganz gut an das schnelle Sprechen gewöhnen kann, und man hat Spaß beim Lernen.

Nebenbei scheint man hier eine ziemlich freie KFZ-Kennzeichen-Auswahl zu haben. Das folgende gefällt mir bis jetzt am besten:


Cheers!

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